Bericht und Fotos Boogie's Extreme; 07.07.2012

Boogie´s Extreme: TKH-Radsportler wagen sich auf die internationale Bühne

Es sind Namen, die bei Szenekennern ein Schnalzen auf die Zunge zaubern: Loorberg, Kruisberg, Gulpener Berg, Keutenberg - und natürlich der berüchtigte Eyserbosweg. Jedes Jahr werden die Profis beim Amstel Gold Race über diese in der Spitze mehr als 20- prozentigen „Beklimmingen“ (Steigungen) in der niederländischen Provinz Limburg gejagt. Das alles lockte Karen und mich besonders und so starteten wir am vergangenen Samstag beim Boogie´s Extreme in Valkenburg nahe Maastricht. Start und Ziel waren auf dem ebenfalls aus Funk und Fernsehen bekannten Cauberg.

 

Beim Boogie´s Extreme handelt es sich nicht um einen Dauertanzwettbewerb, sondern um eine Mischung aus Jedermannrennen und Radmarathon über Strecken von 60 km, 100 km, 160 km und 225 km. Der Name rührt von Michael Boogard her, einem niederländischen Radprofi, der in der Gegend aufwuchs und für die Veranstaltung seine „schönsten“ Anstiege aus Amstel Gold Race und Lüttich-Bastogne-Lüttich kombinierte.

 

Genug vorgewarnt und bei perfektem Radsportwetter nahm Karen die 60-km-Runde in Angriff, während ich mich auf die 160-km-Strecke wagte, die bis in die Ardennen führte. Und was soll man sagen: Uns hat unser erster gemeinsamen Auftritt im internationalen Radsport sehr viel Spaß und Freude gemacht. Nach wenigen Kilometern war die Anspannung weg, die Laune exzellent und der Tritt rund. Gemein allerdings: Die richtig dicken Brocken wurden für die letzten 35 km aufgespart. Glücklich, wer da noch was Süßes in der Trikottasche hatte. Nach gefühlt Hunderten Antritten, Anstiegen, steilen Abfahrten, scharfen Kurven und holprigem Pflaster (speziell in in Belgien) erlebten wir unsere erste Bergankunft überhaupt. Brutal, zum Schluss noch einen Bergsprint abziehen zu müssen – oder ihn wenigstens vorzutäuschen. Wir beide erneuerten an dem Tag die tiefe Zuneigung zu unseren Dreifachkettenblättern.

 

An der Organisation gab´s nicht zu meckern. Alles lief ohne Hektik ab. Überall ist zu spüren, dass dort der Radsport zum Alltag gehört. Und als Sahnehäubchen: Maastricht – nur 8 km von Start und Ziel entfernt - lohnt sich für ein verlängertes Wochenende. Junge Leute, klasse Altstadt, mittendrin die Maas - und ungezählte Biersorten.
Heiner

 

Hier noch einige Fotos:

        
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